C4EDC4ED

Projektbeschreibung

Hintergrund

Wir wurden von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO – International Labour Organization) ausgewählt, 16 Mikrofinanzinnovationen auf ihre sozialen und finanziellen Auswirkungen hin zu evaluieren. Diese Mikrofinanzmaßnahmen wurden in ganz Afrika, Asien und Lateinamerika als Teil von Mikrofinanz für angemessene Arbeit (MF4DW – Microfinance for Decent Work) der ILO durchgeführt.

Der mangelnde Zugang zu Kapital ist ein wichtiger Faktor bei den Ursachen dafür, dass Menschen in der Armut gefangen bleiben. Daher sind seit den 1990ern Mikrofinanzinstitute entstanden. Sie versuchen Menschen Zugang zu Krediten zu ermöglichen, die auf dem kommerziellen Bankenmarkt keine Kredite erhalten würden, da es ihnen an Sicherheiten mangelt. Diese Mikrokredite sollen ihnen dann dabei helfen, aus dem Armutskreislauf herauszukommen. Die vorhandenen Studien weisen allerdings recht unterschiedliche Ergebnisse bei den sozialen Auswirkungen der Mikrofinanz- und Kreditprodukte auf. Insgesamt muss man sagen, dass weitere Forschung und Evaluation notwendig ist, um zu definieren, welche Produktzusammenstellungen am effizientesten soziale Wirksamkeit erreichen.

Evaluation

Die Mikrofinanzinterventionen bestehen meistens aus neuen Kredit- und Versicherungsprodukten für Kleinunternehmer*innen, sowie Haushalte, die in verschiedenen Ländern ausprobiert wurden. Manche Produkte sind zugeschnitten auf die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Unternehmen (z.B. neue Leasing-Produkte), andere auf informelle Unternehmer*innen. Während etliche Maßnahmen die Gestalt neuer Produkte hatten, bestanden andere aus Bildungsmaßnahmen, z.B. zum Unternehmertum, finanzieller Bildung, Risikomanagement und Arbeitsplatzsicherheit. Zwei Maßnahmen hatten zum Schwerpunkt, wie kleine informelle Firmen formalisiert werden konnten. Die Innovationen wurden in Burkina Faso, Honduras, Indien, Kambodscha, Kirgisien, Mali, Nigeria, Pakistan, Peru, den Philippinen, Tadschikistan, Uganda und Vietnam eingeführt.