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Projektbeschreibung

Bild: M. Nikravech

Hintergrund

Im Auftrag von UNICEF und dem Bildungsministerium von Äthiopien führen wir eine Wirkungsevaluation durch um das Programm Alternative Grundschulausbildung (engl. Alternative Basic Education (ABE)) auf seine Effektivität, Wichtigkeit und Nachhaltigkeit zu überprüfen. Die Untersuchung zielt darauf ab durch das Aufzeigen von gewonnenen Erkenntnissen, bewährten Praktiken und Herausforderungen die zukünftige Programmgestaltung und die Durchführung von ABE zu unterstützen.
ABE geht aus dem Bemühen der äthiopischen Regierung hervor den Zugang zu hochwertiger Grundschulausbildung für Kinder aus Familien von Hirtennomaden oder der halbsesshaften Landbevölkerung, die nicht zur Schule gehen und nur schwer zu erreichen sind, zu verbessern. Im Jahr 2014/2015 erreichte die Zahl der ABE-Center fast 4.000 und steigt seitdem immer weiter an. ABE bietet dabei eine flexible Lernumgebung – in der Form von flexiblen Lernzeiten, die den lokalen Bedingungen und den Bedürfnissen der Kinder und Eltern angepasst sind – um den Lernbedürfnissen der Nomadenhirt*innen und halbsesshaften Landbevölkerung gerecht zu werden.

Evaluation

Die Evaluationsstrategie umfasst einen Ansatz gemischter Methodenanwendung (engl. Mixed-Method Approach). Zuerst wird eine quantitative quasi-experimentelle Wirkungsevaluation basierend auf einem „Abgleich-Ansatz“ (engl. Matching Approach) angewandt und dazu werden Primärdaten im Zuge einer großangelegten Haushalts- und Schulbefragung erhoben. Zudem umfasst der qualitative Ansatz qualitative Interviews und Fokusgruppen-Interviews. Um den Matching Approach anzuwenden wurde eine „künstliche“ Kontrollgruppe generiert, basierend auf einem randomisierten Stichprobenverfahren, welche aus Schulen (entweder staatliche ABE- oder Grundschulen) besteht, die bis jetzt noch nicht Teil des von UNICEF geförderten ABE-Programms sind. Dann vergleichen wir die Leistungen der Schulkinderaus Kontrolldörfern mit den Leistungen zufällig ausgewählter Schulkinder aus UNICEF-Maßnahmedörfern indem wird jedem Dorf und Haushalt aus der Maßnahmegruppe einen ähnlichen Gegenpart aus der Kontrollgruppe zuordnen basierend auf verschiedenen Faktoren (sozi-ökonomische Charakteristiken der Dörfer und Haushalte, sowie elterliche Kompetenzen). Mit dieser Methode können sowohl über die generelle Wirkung des Programms, als auch über Modalitäten Aussagen getroffen werden. Zusätzlich umfasst die Studie die Einbeziehung von Sekundardaten und eine genaue Dokumentation der Ergebnisse. Die untersuchten Regionen sind Afar, Somali und Oromia.