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Projektbeschreibung

Foto: A. Avdeenko / A. Bohne

Hintergrund

Wir haben mit einem regionalen Mikrofinanzinstitut und der Universität von Mek‘ele in Äthiopien bei der Erarbeitung und Durchführung einer randomisierten kontrollierten Studie zur Untersuchung von neuen Sparprodukten für Landwirt*innen zusammengearbeitet. In dieser Gegend des Landes machen Kleinbauer*innen einen Großteil der Bevölkerung aus. Diese kleinen landwirtschaftlichen Betriebe sind starken Einkommensschwankungen ausgesetzt, die ihre Ursachen im landwirtschaftlichen Zyklus haben: Während der Erntezeit haben sie hohe Einkommen, und während der übrigen Zeit nur geringe Einkommen. Daher sind Sparanlagen von großer Bedeutung, damit die Bauer*innen Phasen mit finanziellen Engpässen überdauern können und um den Bauer*innen auch zu ermöglichen, dass sie notwendige Investitionen in Land und Landwirtschaft tätigen können. Es konnte nachgewiesen werden, dass höhere Spareinlagen eine breite Spanne von Entwicklungsergebnissen steigern konnten (Karlan, Ratan und Zinman 2014). Forschungen haben eine Reihe von Gründen hervorgebracht, warum Menschen davon abgehalten werden, ihr optimales Spar-Niveau einzuhalten, viele von ihnen haben ihre Ursachen in Verhaltensökonomie, wie zeitlich inkonsistenten Präferenzen.

Evaluation

Diese Sparanlageninnovation respektiert die Zyklen der Bauer*innen, die der Landwirtschaft und dem Geldfluss unterliegen, und versucht Anreize zu schaffen, einen Teil ihrer Erträge für künftige Investitionen anzulegen. In Zusammenarbeit mit lokalen Partnern wurden Spardosen an zufällig ausgewählte ländliche Haushalte verteilt, gemeinsam mit individuell zugeschnittenen Sparplänen. Zusätzlich wurden den Teilnehmern spezifische Ratschläge gegeben bezüglich ihrer Sparziele. Das Ziel dieses Projekts lag darin, zu untersuchen, wo Hemmschwellen beim Ansparen liegen, vor allem bezüglich übermäßigem oder fehlendem Selbstbewusstsein, und wie diese zu umgehen sein könnten unter Verwendung eines einfachen und effizienten Sparverfahrens.