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Projektbeschreibung

Foto: Recycle Up! Ghana

Hintergrund

In Zusammenarbeit mit den vorhandenen Abfall- und Wiederverwertungsmaßnahmen von Technik ohne Grenzen e.V. in Ghana unterstützen wir das Project „Recycle Up! Ghana“ durch Monitoring und Evaluation. Abfallmanagement ist ein zentraler Bestandteil nachhaltiger Entwicklung. In Ghana hat der zunehmende Anteil von Kunststoffen am Gesamtabfall und die unachtsame Entsorgung erhebliche Auswirkungen auf Städte und Gemeinden. Schätzungen gehen davon aus, dass bis zu 70 Prozent der fast 2000 Tonnen täglich anfallenden Plastikmülls auf den Straßen landen. Trinkwasser und Lebensmittel werden in Ghana in kleinen Plastikbeuteln und -tüten aufbewahrt. Die meisten dieser Beutel landen auf der Straße, wo sie Abflüsse verstopfen und damit das Risiko von verheerenden Überflutungen während der Regenzeit erhöhen. Forschungen haben ergeben, dass Teile des Cholera-Ausbruchs in Ghanas Hauptstadt Accra 2014 diesen Plastiktüten zuzuschreiben waren, da diese, nach unzweckmäßigem Gebrauch (z.B. als „mobile Toilette“), auf der Straße landeten.

Evaluation

Das Ziel des Projekts „Recycle Up! Ghana“ ist das Bewusstsein junger Menschen für negative soziale Effekte durch Umweltverschmutzung zu stärken, und sie dabei zu stärken Recycling-Lösungen zu finden. Folglich hat die Organisation eine langfristige, nachhaltige Herangehensweise. Der Idee folgend, dass „lokale Probleme am besten von Mitgliedern der lokalen Gesellschaft gelöst werden können“ organisiert die Initiative ein Camp zur Ausbildung von jungen ghanaischen Oberstufenschüler*innen zu „Recycle Up! Botschaftern“. Die Ausbildung beinhaltet Inputs von Expert*innen zu Abfall und Abfallentsorgung, Persönlichkeitsentwicklung, sowie Soft-Skill-Trainings. Sie fördert Kreativität und Unternehmensgeist.

In diesen „Recycle Up!“-Sommercamps eignen sich die Schüler*innen geeignete Methoden an mit denen sie eigene kreative Lösungen erarbeiten können. Das erste „Recycle Up! Ghana Summer Camp“ fand zwei Wochen lang im August 2014 in Kumasi statt. Während dieses Sommercamps arbeiteten 28 Schüler*innen der Oberstufe von 9 verschiedenen Schulen zusammen, um Lösungen für lokale Plastikmüllentsorgungsprobleme zu finden. In etlichen Folgeprojekten, bauten ehemalige Campteilnehmende lokale Recyclingstationen in allen neun teilnehmenden Schulen auf. Zudem konnten etliche Abfallsammel- und Abfalltrennsysteme auf dem KNUST Campus, der zweitgrößten Universität von Ghana, aufgestellt werden. 2015 fanden zwei „Recycle Up! Ghana“ Sommercamps in Cape Coast und Kumasi statt, mit einer Ausweitung des Aktionsradius der Initiative sowie der Einbindung von 16 Schulen. C4ED entwickelt zurzeit, gemeinsam mit der Ortsgruppe von Technik ohne Grenzen e.V., einen Rahmen für Monitoring und Evaluation und zur Bewertung von Ex-post-Auswirkungen auf die lokalen Gemeinden.