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Projektbeschreibung

Photo: Emmanuel Ayifah/ Giulia Montresor

Hintergrund

Viehsterben stellt eine große Gefahr für die Existenzgrundlage von Hirten in ariden und semiariden Regionen Afrikas dar. Trotzdem bleibt das Sterblichkeitsrisiko der Tiere größtenteils unversichert, da keine formelle Versicherungsmöglichkeit vorhanden ist.

Im Jahr 2017 führte die Kenianische Regierung das Kenia Viehversicherungsprogramm (engl. Kenyan Livestock Insurance Programme (KLIP)) ein, um Viehhirten durch eine Satelliten-basierte Versicherung vor den verheerenden Folgen von Dürren zu schützen. Dabei werden Satellitenbilder benutzt um Gebiete bezüglich ihres Futterbestands zu überwachen. Anhand von Futterknappheit lässt sich Viehsterblichkeit verlässlich vorhersagen. Die Versicherung greift, wenn die Futterbedingungen unter ein bestimmtes kritisches Niveau fallen. In diesem Fall erhalten die versicherten Viehhirten in den betroffenen Regionen eine Entschädigung.

Evaluation

Im Auftrag der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) führen wir eine Evaluation des KLIP in fünf Bezirken Kenias durch.

Zur Evaluierung wird ein gemischter Methodenansatz verwendet um die folgenden Forschungsfragen zu beantworten: Kennen die Viehhirten KLIP? Was halten die Viehhirten von KLIP? Welche Risikobewältigungsmechanismen verwenden KLIP-Viehhirten im Vergleich zu anderen Viehhirten? Wie stehen Empfänger von KLIP in Bezug auf das Wohlbefinden ihres Haushaltes da?